Eine Stunde Glück und Nebel

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In den letzten 2-3 Jahren meiner fotografischen Erlebnisse kristallisiert sich eine Art der Landschaftsfotografie immer mehr zu meiner größten Leidenschaft heraus. Nebel, speziell Bodennebelsituationen sind in der Landschaft sind für mich die größten Erlebnisse überhaupt. Nun sind wir hier um Berlin herum nicht mit tollen Berglandschaften gesegnet wo sich der Nebel lange in den Tälern hält und wohl überhaupt viel öfter vorkommt. Aber wir haben dafür schöne Sumpf- und Moorlandschaften, viele Feuchtgebiete etc. So bspw. das Tegeler Fließ im Norden Berlins, das liegt quasi vor meiner Haustür und lädt immer zu einer morgendlichen Runde ein. So durchstreife ich mittlerweile 2-3 mal wöchentlich die Gebiete in und rund um Berlin, also Brandenburg bis zur Grenze Mecklenburg Vorpommerns ungefähr. Im Herbst/Winter habe ich diverse Fließe in der Umgegend erkundet, bitter kalte und regenreiche Tage in den Wäldern erlebt, aber von Nebel war nur selten etwas zu sehen. Klar es war ein lauer Winter, wir hatten nur einmal 1-2 Wochen überhaupt Frost und Schnee und so richtig glücklich wurde ich aus fotografischer Sicht mit dem Wetter fast nie, was wiederum meinem Spaß in der Natur keinen Abbruch tat. Einmal hatte ich das Glück in die Stadt gedrückten Hochnebel zu erleben, dabei entstanden auch einig Bilder die ihr auf meinen Berlin-Blog sehen könnt.

Jeden Abend erkunde ich Wetterkarten, schaue den Wetterbericht etc um nur ja keine Chance auf Nebel zu versäumen. Frostige, klare Nächte nach regenreichen Tagen sind fast immer ein Garant für solche Situationen. Tut sich solch ein Fenster auf bin ich meist in der Nacht davor schon total aufgeregt und beobachte dann ab ca 3-4 Uhr alle paar Minuten das Wetter etc von meiner kleinen Terrasse aus um dann so früh wie möglich los zu kommen. So war es neulich morgen dann mal wieder so weit, ich ahnte schon meine Chance und wollte zum Köppchensee im Tegeler Fließ. Die Stadt ist ja immer um einige Grad wärmer und zeigt kaum Bodennebel, so bleibt es stets ein Pokerspiel.  Ja und Zeit brauche ich als Werktätiger ja dann auch noch. Schon auf der Ausfallstraße aus Berlin auf den Feldern bei Blankenfelde sah ich dann auf den Feuchtwiesen die Schwaden hängen – Yeah! Ich bin also gar nicht weiter rein ins Fließgebiet sondern schnappte mir die Kamera und das Stativ und ab in den Nebel.. Es war kurz und heftig, die Lichtsituation änderte sich minütlich, so hatte ich nur eine Linse die etwas ungeeignet schien dabei, egal ich konnte da nicht mehr weg..

Eine Stunde Glück und Nebel – Viel Spaß beim betrachten der Bilder und den sich von Dämmerung bis Sonnenaufgang rasant ändernden Lichtstimmungen, der Nebel war dann nach ca. einer Stunde auch schon wieder Vergangenheit… Liebe Grüße Dave

1 Kommentar

  1. Adam

    Hi Dave!

    Freut mich sehr hier mal wieder einen (schon persönlichen) Artikel zu lesen, ich mag es wie Du schreibts…ehrlich und nachvollziehbar.
    Und die Bilder: Wunderschön!!

    Hast Du schonmal einen Nebelbogen gesehen?
    Ich hatte letztes Jahr dieses Glück – ein, wie ich finde, wirklich aussergewöhnlicher Anblick.

    Viel Spaß und Erfolg bei der Nebelsuche!
    Adam

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