Tal der Nebel

Wanderung im Durchbruchstal der Nebel>>>

Wie fühlt sich eigentlich ein Fluß an der durch eine hüglige Endmoränenlandschaft fließt und dabei an vielen Stellen mit Kulturlandschaft in Berührung kommt? Die mittelgebirgsmäßig anmutende Region der Mecklenburger Seenplatte mit dem Teilgebiet der Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide ist ein solches Terrain, die Nebel, einem  letztlich in die Ostsee mündenden Nebenfluß der Warnow, windet sich hier durch die bis zu 120 m hohe Hügellandschaft. (Karte ihres Verlaufs). Auf ihrem Weg liegen sehr viele Moor- und Sumpfgebiete welche die „Erwanderung“ ihres Verlaufes sehr schwer machen. Oft muß man weit ausweichen um trockenen Fußes ihrem Verlauf zu folgen. Der leider nicht kanutaugliche Wasserlauf windet sich durch natürliche grabenartige Rinnen, durch Ortschaften und unterquert viele Straßen und Wege.

Unsere Wanderung beginnt also am Nordufer des Krakower Sees nahe der Ortschaft Serrahn, Ortsteil des Ortes Kuchelmiß. Hier beginnt das Nebeldurchbruchstal von welchem wir ihrem Verlauf etwa 8 km bis nahe der Ortschaft Kölln, alles gelegen im Landkreiß Rostock, folgen.

Dabei geraten wir an diesem Samstag Morgen mehrfach in eine Treibjagd, ich kann euch sagen das ist auch eine Erfahrung. Ständig ballerte es um uns herum, wir hörten die lauten Rufe der Treiber, fast alle Hochstände waren mit Jägern besetzt. Naürlich sah ich nicht ein darum auf unser Vorhaben zu verzichten und versuchte die Jungs zu umgehen was einige ältere Schießwütige trotzdem sehr ärgerte. Ich sollte einfach nur verschwinden… Trotzdem kamen wir mit einigen netten jüngeren Treibern dann doch noch zu einem kurzem Gespräch. Insgesamt merkt man jedoch schnell das ein ebenfalls waidmansmäßig gekleiderter Bursche mit Kamera wie ich es bin nicht sonderlich beliebt bei einer solchen Aktion ist. Aber Jäger ärgern macht ja auch Spaß ;-)) Wir sind eben echte Aasjäger – Ein Jäger, durch dessen unwaidmännische Jagdausübung viel Wild verloren geht – Wiki …Halali!

Kleiner Videoclip an der Nebel Fischtreppe bei Kölln

Das Wetter war morgens um 7:30 noch sehr kalt und unter dem Gefrierpunkt, im Laufe des Vormittags dann gab es Tauwetter, wir liefen in ständigem Nieselregen, in den Wäldern am Fluß tropfte der schmelzende erste Schnee des Jahres in großen Tropfen auf uns. Rundum kann man sagen richtiges Shitwetter, selbst der erhoffte (Foto) Nebel war eigentlich nur auf den umliegenden Feldern und Weiden zu erahnen. Egal, für uns hatte auch dieses Wetter mit tollen Grün/Grau Kontrasten und schummrigen Einblicken seinen Reiz. So gegen 14:00 waren wir dann jedoch wirklich durch und brachen unsere Tour ab. Abends dann waren wir noch in Güstrow, einer schönen alten Hansestadt. Dort wurde unser nun lieb gewonnener kleiner Fluß gar in einen begradigten Stadtkanal gedrängt.

 

 

Viel Spaß mit den Bildern wünscht Euch wie immer dave, unter den Bilder (mit den Pfeiltasten navigieren!) gibt es auch einige Bildbeschreibungen. Die Fotos am Fluß sind größtenteils Langzeitbelichtungen von ca. 10-30 sec mit aufgesetztem ND 3 – 8 variablen Graufilter.

 

4 Kommentare

  1. barbara

    hast der Gegend ihren Glanz entlockt, dem Güstrow sein Nachtgold…und das Gesicht des Irrtums der Jagd….so viel Hingabe für ein großartiges Geschenk einer so kleinen Zeit.
    barbara

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  2. David

    Das ist der Test für die neue Benachrichtigungsfunktion. In Zukunft ist es Möglich sich per E-Mail über neue Kommentare informieren zu lassen. Eventuell entstehen ja dann später einmal lebhafte Disskusionen o.ä. Gruß dave

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  3. Claus Wagner

    Toll. Selbst in so einem Mistwetter kann man wirklich was machen. Man muss nur wollen.
    Die Ecke gefällt mir immer besser.
    Liebe Grüße von Claus

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    1. vondave (Beitrag Autor)

      Ja Danke Claus, wie gesagt, für mich hatte das auch einen besonderen Reiz, einzig die Kamera trocken zu halten war nicht leicht. Jedoch die Duschhaube aus dem Serrahner Hotel war echt klasse ..tse!

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